Author Topic: ohne titel  (Read 561 times)

lauberbob Offline de

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ohne titel
« on: March 29, 2012, 01:57:02 »
es ist 02:33

ich höre -
und mir stellt sich die frage, wie es musik schaffen kann, mich so zu umschlingen, oder vielmehr, wie es musik schafft in meinem leben einen solchen platz einzunehmen, wie es lacrimosa tuen. natürlich könnte man meinen, dass jener Hype sich eines Tages legt, und das jene Emotion und jene Verbundenheit sich irgendwann löst...aber nein: lacrimosa haben in meinem kosmos einen festen bestandteil - sind quasi meine musikalische sonne, welche mich leise und ohne zu hinterfragen mich mit wärme füllen - sind energiespender und mein inneres gleichgewicht - weil ich nicht höre, weil ich spüre... und ja, ich kann mein leben mir ohne lacrimosa nur schwer vorstellen - weil mein durst wohl nie gestillt wird, und weil ich danach giere, mich dem hinzugeben...obgleich ich weiss, dass jenes verlangen nach dieser wahrheit wohl nie gestillt werden wird - und weil ich weiss, dass mich jenes Kunstwerk wohl bis hin zu meinem Ende begleiten wird...mal mehr, mal weniger...aber im Herzen tragend - weil ich mich verbunden fühle, und weil ich still für mich erkannt habe, dass Lacrimosa in meinem Leben einen Platz eingenommen haben, welchen wohl nie eine andere Band einnehmen kann...und wird...

Es stellt sich nun mir die Frage, was Lacrimosa euch, die Ihr das lest, bedeutet - und warum Ihr, die Ihr diese Musik hört und schätzt zu eurer "Musik des Herzens" auserwählt habt, und warum Ihr mit jener Musik verbunden seid.

Mich würde einerseits an dieser Stelle interessieren, wie Ihr zu Lacrimosa gefunden habt, und was euch veranlasst, jene Musik nicht mehr hergeben zu wollen - sofern man davon sprechen kann, dass es "unsere" Musik ist...und ja, ich glaube, die, die Lacrimosa nicht nur hören, sondern erfühlen können, wissen, wovon ich spreche - auch wenn es vielleicht anmaßend ist, mich als wirklich "großen" Lacrimosa-Anhänger zu bezeichnen, so bin ich doch der Meinung, dass es doch mehr ein Geschenk ist, dass ich, hier...jetzt...wo ich lebe...Lacrimosa kennenlernen durfte, und dass ich, der ich in dieser Zeit geboren ist, mit Lacrimosa wachsen darf...

Die Musik meines Lebens.

...und für Euch?
Wie ein Wolf, als wenn ich etwas suchte, dass zu finden sich noch lohnte...

A Elena Offline ro

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« Reply #1 on: March 29, 2012, 16:45:13 »
Impressing words, Bobby, ... as far I was able to understand ( I don't know German  :( )!!! I'm very, very sorry I cannot answer you in your language .... but I'd love to say, one more time, that I cannot imagine me without Lacrimosa anymore...
Ich warte auf dich ...

LUSha Offline cn

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« Reply #2 on: March 30, 2012, 05:13:54 »
Interessant! lauberbob
 
Was Lacrimosa bedeutet für mich ist so genannt 'heranwachsen', ich kann das Wort nicht so gut erzählen.
Ich erinnere mich an das erste Mal, ich Lacrimosa anhörte: die Sprache war totale fremd und die Musik hörte ganz anders an, Tilo sah komisch aus mit seinem Haar loll doch haben sie mich tief berührt, darauf war ich neugierig..

Ich bin immer ein Mensch mit so viele Gefühle, ich kann--muss diese Gefühle gut beschreiben und ausdrücken. Mit Lacrimosa hat meine Sehnsucht(Gefühle auszudrücken) sich erfüllt.

Ich glaube, wenn der Musiker sympathisch ist und die Musik....
das ist gleich wie in Jdn verlieben, es gibt keine perfekten Menschen, nur der passende.
Und ich habe sie nicht 'ausgewählt', nur 'getroffen', und ich spüre, dass der 'Treff' bestimmt ist und die Verbindung unteilbar ist. Denn wir gleichen Seelen und Gefühle haben.
Ich weiss nicht, wie wir wirklich miteinander umgehen sollten...aber mit der Musik kann ich sagen, dass wir 'Seelenverwandten' sind.

Und die Musik ist nicht für alle, so viele Gefühle für Jemand sind schwer zu tragen, oder diese Gefühle zu spüren...
« Last Edit: March 30, 2012, 05:16:33 by LUSha »
Heute beginnt die Revolution!Lü Sha's Land

lauberbob Offline de

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« Reply #3 on: March 30, 2012, 07:54:21 »
elena & LUSha

thanks for your words - and, ok, my english is not very good, but i think its not relevant. then lacrimosa - and i think there we are in same opinion - its not a musicband, you must listening to every word to understand...ergo: i´m happy that you read my words, and you have read it with your emotions...we also can understand each other without great grammatical skills ;-))

be free to write in your language, if you want :-)

( and i think, i have understand too )

best regrets.


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Kitty Offline be

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« Reply #4 on: March 30, 2012, 09:32:25 »
Nettes Thema, ich erinnere mich, dass wir früher auch so eins hatten und freue mich, dass du erneut mit diesem Idee angefangen hast :) denn besonders ist es für jeder glaube ich der auf Lacrimosa trifft, oder doch für die Leute, die sich der Musik öffnen. Also Lacrimosa ist seitdem ich 13 (unglaublich aber mehr als die Hälfte meines Lebens) bin ein festes Bestandteil meines Lebens, manchmal kann ich nur bestimmte Lieder hören wie zur Zeit weil mir das alles ein wenig zu tief geht und mich so stark berührt, dass ich dann erstamal eine Stunde brauche wieder runter zu kommen... andere Zeiten kann ich aber hören was ich will und den ganzen Tag lang wenn ich möchte... ich habe immer behauptet, dass es zwei Weisen gibt worauf ich höre; mit meinen Ohren und mit meinem Herz ... bei Lacrimosa schaffe ich aber zu Zeit das erste nicht mehr und kann es also auch nicht mehr einfach so nebenbei hören wenn ich an eine Übersetzung oder so mache wie früher. Als ich dank meiner Schwester auf Lacrimosa gestossen bin hatte ich zu kämpfen mit Sachen worüber man sich als 13-jährige eigentlich keine Gedanken machen sollte, ich stand oben dem Abgrund und war bereit zu springen als Lacrimosa mich bei der Hand genommen hat und mich wieder dem Licht ein Stück näher brachte... seitdem habe ich Hoch und Heilig versprochen, zu kämpfen um mein Leben und mein Glück. Ich glaube auch, dass Musik allgemein verbindet, nur aber das was sich verbinden lässt und irgendwie zusammen gehört, das spürt man finde ich ganz genau bei Konzerten und bei die Nächte die wir schon zusammen verbracht haben, Emotionen sind dann gleich viel Starker und nicht länger kontrollierbar, eine Magie wofür man aber den Kopf ausschaltet und die Seele einfach machen lässt...  Lacrimosa hat für mich Türe geöffnet wodurch ich angefangen habe mich selbst zu entdecken und vor allem auch meine Sehnsucht die Musik die mir wohl bekannt war (denn ich spiele ja seit 9 Gitarre) zu leben, zu erfahren und zwar auch aus dem eigenen Schaffen heraus. Ich bin Tilo und auch Anne für dutzende Sachen dankbar, weil ich sie dank ihre Band erleben dürfte, entdecken dürfte, sehen dürfte, spüren dürfte und so  weiter und so weiter... Lacrimosa ist meiner Meinung nach sehr viel mehr als "nur" Musik und ich glaube ihr währt nicht hier, wenn ihr das nicht genauso erfährt :)
Und ich glaube es ist einfach Schicksal, dass ich zu Lacrimosa gekommen bin, sowie es für andere Leute Schicksal ist, dass sie zu andere Bands stossen... weil ich genau das glaube was Lu Sha so schön unter Worte gebracht hat. Gleiche Seelen, spüren auf die Gleiche Art und Weise, und Menschen die Lacrimosa hören und lieben, haben soviel gemeinsam, dass ich gar nicht an Zufall glaube (tue ich so oder so schon lange nicht mehr, dazu ist zu viel passiert) ich gehöre...ist das nicht schön ;)
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lauberbob Offline de

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« Reply #5 on: March 30, 2012, 09:52:56 »
:-)

schön!

da geht es dir, glaube ich, ähnlich wie mir - im bezug darauf, dass mich Lacrimosa die Hälfte meines Lebens begleiten (oder ich Lacrimosa...wie auch immer) werd jetzt 28...und kenne Lacrimosa seitdem ich 13/14 bin... nur das mein kennenlernen ein anderes ist, als es bei dir war :-)

ich erinnere mich genau, und ich glaube ich habe das hier auch schon irgendwo einmal geschrieben, an den Moment, als ich Nachts in unserem damaligen Jugendclub die ganze Nacht eine Musikkassette hörte, die ich von einer damaligen Freundin geschenkt bekommen habe, auf der die Alben Einsamkeit und Satura aufgespielt waren... ich erinnere mich, dass ich in dieser Nacht "reissende blicke" immer wieder hörte und ich vollkommen gefangen war, und ich die ganze nacht nicht schlief, während um mich herum die Leute träumten :-) so träumte ich das erste mal mit Lacrimosa... die folgenden Jahre beschäftigte ich mich immer intensiver mit der Musik, richtete auch mein Leben einstückweit auf die aus (...)

heute höre ich lacrimosa - wie du es sagst - auch mit zweierlei herangehensweisen, wenn man so will. der kopf und das herz...wobei das herz dem kopf überwiegt, weil ich von mir behaupten möchte, dass ich lacrimosa einstückweit "kenne" und ich so ganz getrost meinen kopf abschalten kann, wenn ich...erlebe...die musik und die damit verbundenen gefühle...

trotzdem möchte ich aber das rationale bei der kunst lacrimosa nicht gänzlich abschalten, da ich glaube, dass es auch viele zusammenhänge in musik, bild und text gibt... aber ich vollführe diesen spagat immer leichter, je älter (und reifer) ich werde...

demnach kann ich mich auch nicht lösen, und ich will dies auch nicht...

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« Reply #6 on: March 30, 2012, 19:58:55 »
@Bobby

Das ´s ja ein echtes Schmankerl an Bauchpinselei hier von Dir, und wirklich sehr schön zu lesen.  8)

lauberbob Offline de

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« Reply #7 on: March 30, 2012, 20:03:07 »
freut mich, dass es dir gefällt...frank :D

ich vertief meine gedanken zu deinen äusserungen in letzter zeit einfach mal nicht - dafür is mir a) meine zeit zu schade und b) sind sie mir auch nicht soooo wichtig ;-)

aber schön, dass du meinen worten beachtung geschenkt hast!
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« Reply #8 on: March 30, 2012, 20:15:49 »
freut mich, dass es dir gefällt...frank :D

ich vertief meine gedanken zu deinen äusserungen in letzter zeit einfach mal nicht - dafür is mir a) meine zeit zu schade und b) sind sie mir auch nicht soooo wichtig ;-)

aber schön, dass du meinen worten beachtung geschenkt hast!

Na da werden wir zwei jetzt aber echt Freunde hm? Pass mal nur auf, dass mein Schweigen hier nicht bricht ;). .. Und jetzt troll Dich !!!

Kitty Offline be

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« Reply #9 on: April 01, 2012, 20:15:47 »
:-)

schön!

da geht es dir, glaube ich, ähnlich wie mir - im bezug darauf, dass mich Lacrimosa die Hälfte meines Lebens begleiten (oder ich Lacrimosa...wie auch immer) werd jetzt 28...und kenne Lacrimosa seitdem ich 13/14 bin... nur das mein kennenlernen ein anderes ist, als es bei dir war :-)

ich erinnere mich genau, und ich glaube ich habe das hier auch schon irgendwo einmal geschrieben, an den Moment, als ich Nachts in unserem damaligen Jugendclub die ganze Nacht eine Musikkassette hörte, die ich von einer damaligen Freundin geschenkt bekommen habe, auf der die Alben Einsamkeit und Satura aufgespielt waren... ich erinnere mich, dass ich in dieser Nacht "reissende blicke" immer wieder hörte und ich vollkommen gefangen war, und ich die ganze nacht nicht schlief, während um mich herum die Leute träumten :-) so träumte ich das erste mal mit Lacrimosa... die folgenden Jahre beschäftigte ich mich immer intensiver mit der Musik, richtete auch mein Leben einstückweit auf die aus (...)

heute höre ich lacrimosa - wie du es sagst - auch mit zweierlei herangehensweisen, wenn man so will. der kopf und das herz...wobei das herz dem kopf überwiegt, weil ich von mir behaupten möchte, dass ich lacrimosa einstückweit "kenne" und ich so ganz getrost meinen kopf abschalten kann, wenn ich...erlebe...die musik und die damit verbundenen gefühle...

trotzdem möchte ich aber das rationale bei der kunst lacrimosa nicht gänzlich abschalten, da ich glaube, dass es auch viele zusammenhänge in musik, bild und text gibt... aber ich vollführe diesen spagat immer leichter, je älter (und reifer) ich werde...

demnach kann ich mich auch nicht lösen, und ich will dies auch nicht...

Ich finde das echt verrück, wie lange ich diesen Musik schon höre... ich meine klar höre ich auch noch andere Bands täglich aber die wechseln meistens ab nach meiner Laune ein wenig glaube ich ... und bei Lacrimosa ist das eben net so... ich meine wie gesagt gibt's Momente worauf ich manche Songs absolut nicht hören kann, wie gerne ich sie dann auch hören möchte... aber kenne dich selbst wurde ich sagen...wenn meiner Seele sagt "jetzt nicht" dann weiss ich, dass sie die Gefühle die manche Lieder hervor rufen nicht bewältigen kann...das hat mir erfahrung gelernt  :-[ Andererseits gibt's dann auch immer songs die ich schon hören kann und die mich dann genau die Kraft geben die ich brauche.

Ich erinnere mich deine Geschichte tatsächlich :) ist ja schön, dass die Musik dich gleich so mitgenommen hat. Aber ich glaube bei Lacrimosa ist das auch so, entweder es erwischt dich oder eben nicht, vielleicht liege ich da auch falsch, aber ich habe das beste Beispiel erlebt vor einiger Jahren. Da hatte ich noch einen portable Disc-spieler (man ich werde alt  :o) und nahm der immer mit auf der Arbeit. Da bin ich einen Jungen begegnet der sich anscheinend für mich interessierte und neugierig war welcher Musik ich hörte...ich mag es meistens nicht anderen die Bands die ich höre auf zu dringen, wenn sie aber selbst danach frage...ich ergänze denn aber meistens mit "ist aber nicht das was man auf der Radio so hört hier in Belgien", habe ihn denn erst was über die Band erzählt und ihn dann der Disc hören lassen...der war total begeistert und das war nicht gespielt, so gut kannte ich den Typ schon bis dahin. Später musste ich am gleichen Tag in einer Kabine arbeiten, da ich mit sehr verletzliche Produkte arbeiten musste und da war ein CD spieler und ich war erlaubt ... wenn aber die Cheffin später vorbei kam um mal zu schauen ob alles gut ging hörte sie genau derselben Disk und sie sagte so "du, du kannst ruhig den Sender wechseln wenn dir dieser Musik nicht gefällt..." sie ging zur CD spieler und sah dann dass es mein Disk war hahaha so rot habe ich noch niemanden gesehen xD sie entschuldigte sich und sagte dass das komplett nicht ihr Ding sei... :D ich bin sie später noch mal gesehen, wenn ich schon nicht mehr dort arbeitete und sie hat selbst noch mal gesagt dass sie im allen Ernst diese Band noch mal ne chance gegeben hatte aber das es ihr Leid tut... also ich bin schon ziemlich davon überzeugt; es erwischt dich oder eben nicht.

ja, aber ich frage mich da ob du diesen Zusammenhänge wirklich mit dem Kopf entdeckt oder doch nicht eher mit dem Herz und der Seele. Ich glaube nachdenken bei Musik ist ein Fehler, Musik ist ein Gefühl also sollte man es in erster Linie fühlen und nicht überdenken. Was mich aber fasziniert ist, ich sage zum Beispiel dass ich Musik gut finde, wenn ich sie spüren kann, fühlen kann... ich spüre/fühle aber wirklich nicht jeder Musik, manche Musik geht mir derart auf die Nerven manchmal, dass ich einfach abschalten muss... anderen aber, finde diese Musik gut... spüren die also... ich verstehe es nicht ist nur eine der vielen Beispiele ... aber mit Lacrimosa geht mir das ähnlich, Lacrimosa geht so tief in den Adern, bis ins tiefste meiner Seele, es macht so verrückte sachen mit meinem Körper als wurde ich mich jedes mal erneut verlieben ... anderen aber bleiben eiskalt dabei WIE?  ;D
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lauberbob Offline de

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« Reply #10 on: April 01, 2012, 21:56:18 »
ich find es persönlich völlig ok, wenn jemand sagt: "nee - das und das is nicht mein ding"...und mal abgesehen von einigen wenigen menschen in meiner näheren Umgebung kenne ich niemanden, der Lacrimosa (auch so intensiv) hört... ich finde das auch ein stückweit gut, dass lacrimosa hierzulande nie DAS Massenphänomen waren. Es ist gleichermaßen somit auch einwenig Individualität damit verbunden - für mich...Wenn ich zb. aber mit meiner Mum unterwegs bin, und wir hören im Auto Lacrimosa, so spüre ich immer wieder, dass da auch eine gewisse Verbundenheit zwischen uns besteht, nicht zuletzt, weil sie ja die ganzen Phasen auch einStückweit mittragen musste - manchmal meint Sie, dass sie es grad nicht hören kann - und ein anderes mal sitzt sie halt einfach nur neben mir und lauscht mit mir...das finde ich für mich persönlich sehr wichtig, weil ich keinesfalls verleugnen will, dass die Musik von Lacrimosa zu meinem Leben gehört. Bei mir fremden Menschen muss ich sagen, dass ich eben wie du, Kitty, recht offen mit meinem Musikgeschmack umgehe, und ich gleichmaßen auch niemandem aufzwinge...im umkehrschluss möchte ich das eben ja auch nicht unbedingt - wobei ich musikalisch schon recht offen bin...und ja, wenn ich spüre, da ist jemand, der sich WIRKLICH dafür interessiert, und sich damit auseinandersetzen möchte, so scheu ich mich auch nicht davor Ihm die Möglichkeit zu bieten, Lacrimosa kennenzulernen.

Dieses "dazu stehen" muss, glaube ich, aber auch erlernt werden und geschieht nicht von heute auf morgen - jedenfalls war das bei mir nicht so. Es gab Phasen in meinem Leben, da habe ich die Musik Lacrimosa absolut gar nicht leiden können...oder vielleicht auch er-leiden können...(ja, ich hab die musik auch schon gehasst - wobei das vielleicht auch ein großes wort ist...aber ich denke so habe ich letztendlich auch wieder zur Liebe der Musik gefunden...

wie dem auch sei: ich glaube, Kitty - wir sind uns in dem Punkt einig, dass Lacrimosa musikalisch sehr wichtig ist - für uns...

und: was du angesprochen hast, ist gerade das schöne bei Lacrimosa: das Denken für einen Moment lang abstellen zu können, ohne damit aufzuhören - aber trotzdem in dem Moment, wo man die musik erlebt gewissermaßen "zu Hause" zu sein...

das schätze ich sehr.
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Kitty Offline be

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« Reply #11 on: April 02, 2012, 08:42:15 »
ich find es persönlich völlig ok, wenn jemand sagt: "nee - das und das is nicht mein ding"...und mal abgesehen von einigen wenigen menschen in meiner näheren Umgebung kenne ich niemanden, der Lacrimosa (auch so intensiv) hört... ich finde das auch ein stückweit gut, dass lacrimosa hierzulande nie DAS Massenphänomen waren. Es ist gleichermaßen somit auch einwenig Individualität damit verbunden - für mich...Wenn ich zb. aber mit meiner Mum unterwegs bin, und wir hören im Auto Lacrimosa, so spüre ich immer wieder, dass da auch eine gewisse Verbundenheit zwischen uns besteht, nicht zuletzt, weil sie ja die ganzen Phasen auch einStückweit mittragen musste - manchmal meint Sie, dass sie es grad nicht hören kann - und ein anderes mal sitzt sie halt einfach nur neben mir und lauscht mit mir...das finde ich für mich persönlich sehr wichtig, weil ich keinesfalls verleugnen will, dass die Musik von Lacrimosa zu meinem Leben gehört. Bei mir fremden Menschen muss ich sagen, dass ich eben wie du, Kitty, recht offen mit meinem Musikgeschmack umgehe, und ich gleichmaßen auch niemandem aufzwinge...im umkehrschluss möchte ich das eben ja auch nicht unbedingt - wobei ich musikalisch schon recht offen bin...und ja, wenn ich spüre, da ist jemand, der sich WIRKLICH dafür interessiert, und sich damit auseinandersetzen möchte, so scheu ich mich auch nicht davor Ihm die Möglichkeit zu bieten, Lacrimosa kennenzulernen.

mmm, ich glaube du hast mich da ein wenig missverstanden...ich habe kein Problem damit, wenn Leute mir sagen, dass das nicht ihr Ding sei... ich wundere mich nur, auch über michselbst überigens, wieso ich manche Musik nicht leiden kann und es anderen dabei geht wie mir bei Lacrimosa und umgekehrt... man wurde erwarten, wenn etwas gut ist sprich gespürt wird, dann von jeder...ich weiss ja, das ist wie's eben bei der Kunst geht, man redet da von Geschmack und "sein Ding" aber ich habe mich immer gewundert wieso... wieso gibt's Leute die mich im hochsten Himmel loben wegen meiner Stimme und anderen die sagen "tut mir Leid, aber mich berührst du damit nicht"  Hier geht's mir nicht ums urteilen, weisst du, ich bin mir davon bewusst, dass es nun einfach unterschiedliche Geschmäcke gibt ich frage mich nur woher die kommen... ich habe mal ein Philosophie Kurs besucht, und der hat versucht das zu erklären an Hand unserer Kindheit, und eben diese Dinge die uns uns machen, die wir aber oft nicht mehr erreichen können weil sie entstanden sind zu der Zeitpunkt wo wir noch keine Sprache hatten (sprich woran wir keine Erinnerungen mehr haben, nicht bewusst heisst das). Wir also auch nie Worte dafür finden können weil es sie eben nicht gibt...wenn mir jemandem fragt wieso ich Lacrimosa liebe, werde ich immer Rum reden, aber nie wirklich die Sache aufm Punkt bringen können, ich finde die musik gut, wieso? Weil die Musik mich berührt, wieso? weil sie eben tief rein drängt..wie macht sie das? Keine ahnung... verstehst du? Ich gebe antworten die aber in Wesen nicht erklären wieso mir Lacrimosa soviel bedeutet, ich kann ganze Geschichten erzählen wie ich zu Lacrimosa gekommen bin, die erklären aber trotzdem nicht wieso Lacrimosa diesen Platz eingenommen hat die's heut zu tage hat...Und ich wundere mich eben, wenn mir etwas so wichtig ist, dass ich tief drinnen brenne vor Leidenschaft wenn ich daran denke, wieso kann ich es dann nicht unter Worte bringen...ist ne frage worauf ich wahrscheinlich nie ne Antwort finden werde...hat aber nichts damit zu tun, dass ich es nicht verstehe, wenn anderen Lacrimosa nicht mögen, ist ihr vollstes Recht, leider denken sie umgekehrt nicht das gleiche...ich habe öfters einen Streit gehabt, weil Leute nicht verstehen wollten, dass ich Lacrimosa eben wirklich mag...und da ging mir den Streit nicht darum, dass sie Lacrimosa nicht mögen, sondern dass sie MICH verurteilten weil ich es hörte und es mag und ... wie bei Bücher eben, nur weil du Musik nicht magst, heisst es noch lange nicht, dass die Musik schlecht ist... was ist dann aber schlechte Musik?
Ist schön, dass du das mit deiner Mutter teilen kannst :) ich glaube wir beide sind dann teil der glücklichen Gruppe :) meine Mutter ist zwar nicht der grösste Fan, sie findet aber bestimmte Songs gut (auch wenn sie das nicht gegenüber jeder zugeben wird...)  aber sie lässt mich, ok oftmals wenn ich heule während ich Lacrimosa höre sagt sie "diese Musik ist nicht gut für die Schätzchen, wie oft muss ich dir das denn noch sagen, schmeiss den doch raus! Du bekommst nur Depressionen wenn du sie hörst" ... ich werde's auch ihr nie erklären können, dass diese Musik genau das umgekehrte tut, zugegeben, wenn manchmal einer reinplatzen wurde wenn ich Lacrimosa höre, muss es aussehen als ob ich mich jeden Augenblick umbringen könnte... und manchmal denke ich auch selbst "mann, bist du ein Dramaqueen" wenn ich dann im Spiegel schaue und sehe wieviel Schmerz auf meinem Gesicht liegt... ich glaube aber, das hat nichts mit Depression zu tun, wenn ich depressiv bin dann spüre ich nichts, kann ich nicht heulen und bin ich halb tot...also weinen vor Schmerz die man spürt und die man lebt weil man Musik hört ist leben und das umgekehrte von Tot... sie hilft mir eben, zu mir zu kommen und mich frei zu lassen damit es mir danach wieder besser geht und damit ich mir bewusst werde von der Schmerz die mich unbewusst zerstört... ich glaube dadurch kann man nur ein glücklicher Mensch werden, wenn man weiss was in einem los ist. Überigens, lacrimosa ist nicht (mehr) der einzige Musik die mir manchmal zum Dramaqueen macht *lacht*


Quote
Dieses "dazu stehen" muss, glaube ich, aber auch erlernt werden und geschieht nicht von heute auf morgen - jedenfalls war das bei mir nicht so. Es gab Phasen in meinem Leben, da habe ich die Musik Lacrimosa absolut gar nicht leiden können...oder vielleicht auch er-leiden können...(ja, ich hab die musik auch schon gehasst - wobei das vielleicht auch ein großes wort ist...aber ich denke so habe ich letztendlich auch wieder zur Liebe der Musik gefunden...

dazu stehen... das habe ich immer glaube ich ... meine Schwester hat gestaunt, wenn sie in 2009 erfahren hat, dass ich immer noch so mit lacrimosa beschäftigt bin, und im Forum unterwegs bin wo ich vielen Freunde habe und dann auch Tilo und Anne face to face gesehen habe ... sie hat wahrscheinlich immer geglaubt, dass das wie bei ihr nur so ne Phase ist...sie mag Lacrimosa ja immer noch ;) 2009 wollte sie gerne mit zum Konzert in Ghent aber sie war da fast hochschwanger und naja, dann geht das ein bisschen schwierig. Ich bin eben sehr offen über meine Musik wie ich schon sagte, wenn man mir danach fragt, aber auf meinem Gesicht kann man's glaube ich nicht lesen... überigens ist mein Geschmack weit verbreitet ... dass ich Lacrimosa höre...ok meine Uhr verrätest mich höchst wahrscheinlich :D und anscheinend wusste auch meine Schwester nicht, dass ich bis dahin versuchte jeder Disc im Hände zu haben... aber sie hat sich ja gefreut :) ... es gab aber schon eine Zeit, wo ich Lacrimosa weniger hörte allgemein, weil ich zu der Zeitpunkt einen Sündenbock gebraucht habe für all dem was in meinem Leben schiefgelaufen war ohne meine Tätigkeit, ohne, dass ich darüber Kontrolle hatte... ist mir bis heute peinlich, ich war voller Hass und ich habe's nicht mal bemerkt wie ich mich anstellte... da habe ich gelernt, urteile nicht über das was du nicht kennst und wenn was schief lauft, muss das nicht immer einen erklärenden Grund haben, manche Sachen passieren halt einfach so (auch gute Sachen, und dafür sucht man doch auch den Grund nicht oder?) und man sollte besser seine Leere daraus ziehen als irgendwem dafür zu beschuldigen... aber wie bei meinem Glauben, war auch meine Liebe für Lacrimosa nie weg, habe ich nur versucht sie zu ignorieren.

Quote
wie dem auch sei: ich glaube, Kitty - wir sind uns in dem Punkt einig, dass Lacrimosa musikalisch sehr wichtig ist - für uns...

und: was du angesprochen hast, ist gerade das schöne bei Lacrimosa: das Denken für einen Moment lang abstellen zu können, ohne damit aufzuhören - aber trotzdem in dem Moment, wo man die musik erlebt gewissermaßen "zu Hause" zu sein...

das schätze ich sehr.

ja zu Hause und frei und irgendwie geborgen. Ist wie man eine andere Welt betretet und je länger ich Lacrimosa höre, desto starker spüre ich, dass ich diesen Frieden die ich durch Lacrimosa erreichen kann auch einfach in mir träge ich nur noch den Schlüssel dazu finden muss.
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Kelaman Offline

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« Reply #12 on: April 18, 2012, 09:40:04 »
Ich bin "erst" 1999 auf Lacrimosa gestoßen - da war ich bereits 17 - als das "Einsamkeit"-Album mehr oder weniger zufällig in meine Hände geriet. Ich war zu diesem Zeitpunkt Metaller mit (fast) allen Klischees, die damit einhergehen. "Einsamkeit" unterschied sich völlig von dem, was ich bis dato gehört hatte, aber ich hatte sofort Blut geleckt und wollte mehr davon. Die Folge war, dass ich mir erstens die komplette (damals verfügbare) Lacrimosa-Discographie zugelegt habe und nach weiteren "Gothic"-Bands Ausschau hielt. Auf diese Weise fand ich zu Goethes Erben, Illuminate, Umbra et Imago etc. und wurde schwappte von der Metal - in die Gothic-Szene rüber (damals waren das wirklich noch 2 voneinander getrennte Szenen, heute kaum noch). "Schuld" an all dem ist Lacrimosa. Ich erinnere mich heute noch, wie erstmals das Intro von "Tränen der Sehnsucht" aus meinen Boxen erklang - mittlerweile kann ich es selbst spielen.

DepressiveAge Offline

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« Reply #13 on: April 23, 2012, 16:37:50 »
Hallo Bob,
für mich ist Lacrimosa ein Teil von mir, ohne welchen ich mir ein Leben im eigentlichen Sinne nicht mehr vorstellen kann, und auch nicht möchte.

Ich war musikalisch stets auf der Suche nach etwas, was mich völlig ergreift, auffängt und erfüllt. Vor ca. 10 Jahren bin ich durch meinen leider inzwischen viel zu früh verstorbenen Onkel auf Lacrimosa gestoßen. Ja man kann sagen ich würde wie eine Welle von dieser wunderbaren Musik & Lyrik Lacrimosas erfasst und mitgerissen.

Die ersten Klänge welche mich wie ein Schauer der Glückseligkeit erfassten waren das Intro zu Inferno, welches dann in das Kabinett der Sinne eintauchte. Als ich die sonore Stimme von Tilo das erste Mal hörte, war ich wie gebannt, und die Welt um mich stand plötzlich still.

Niemand anderes hat meine Seele jemals so tief berührt, und spiegelt das wider was ich in mir trage.
Dieses Gefühl der Vertrautheit hat sich bis zum heutigen Tag niemals geändert, und ein Tag ohne Lacrimosa ist für mich ein verlorener Tag.

LG
D-Age
Es gibt keine Schatten in einer Welt ohne Licht... aber es bleibt die Hoffnung, dass eine Welt aus Lärm und Lügen, aus Ignoranz und Intoleranz an der Macht der Stille zerbrechen wird...