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Fassade

Benutzer: lauberbob
Datum: 14.12.2009 02:48
Rezension: 01.Oktober.2001
Fassade

"vielleicht bin ich ein Gewitter, dessen Regen manches Samensdurst nach Wachstum leise stillt..."

so eröffnet sich uns Fassade mit den Worten Tilo Wolff´s.
Ganz persönlich für mich eines der eindrucksvollsten und eindringlichsten Alben in der Geschichte.
Fassade 1-3 rahmen in meinen Augen den eigentlichen Abschluss der Beziehung, die einst
zum scheitern verurteielt wurde ein, und man erlebt als Hörer quasi ein Resümee, ein in sich hineinblicken, eines einzeln lebendem menschen im kontext der hiesigen gesellschaft.

Sinne schärfen, Dinge betrachten...
aus Fehlern lernen...
kritisch sein...

für mich die Kernaussagen dieser Platte.

tilo wolff und anne nurmi zeigen mit Ihren Texten und Ihrer Musik, wie verletzbar und nackt der mensch sein kann, welchen Mächte in der Welt der Menschen immernoch im Vordergrund stehen, und jene, die eigentlich einen größeren Stellenwert einnehmen sollten.

Interessant bei der Covergestaltung ist, das Lacrimosa beim Schriftzug des Titels der Platte diesmal eine markantere Schrift gewählt haben, als sonst, die gleiche, wie Sie auch den Harlekin ziehrt.

In der Chronologie der Alben wirkt dieses wie ein "ausruhen und betrachten" - und dies spiegelt sich, meiner Meinung nach, auch in den Texten und der Musik wieder.

So hart das Album stellenweise klingt, so transparent und angreifbar ist es auch, da vieles sehr unverblümt, und für Lacrimosa untypisch wirkt.

Ein Hoffnungsschimmer und doch Gewissheit, das eben der Mensch allein für sich steht - jeder einzelne.

Fassade ist ein "sich im kreis drehen".
Fassade ist ein Betrachten.
Fassade ist da.

...und das ist gut!





Benutzer: Tetriandoch
Datum: 31.03.2007 04:43
Rezension: Few could think that after Elodia, Lacrimosa would still be able to create an epic opera like Elodia indeed wis. And so it was: Fassade is not powerful and symphonic as Elodia... it's MORE powerful and symphonic!

Tilo goes to the roots of mankind itself, revealing the corruption of the society and the mask it wears to hide its own true and weak nature. I think I can't say of any other songs by Lacrimosa what I could say about the powerful Fassade trilogy, with the first act being one of the most epic and doom piece I've ever listened to, expecially in the last part, where the manly choir sings those words of damnation and the strings foresee an apocalyptic scenery; the second act being a jewel of vocal directly taken from holy classicl music; the third act is a worthy final wound to mankind.

Destructive, piercing, celestial.


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